Herren 2: Doppelschlag ins Ego – aber wenigstens mit Stil
Cup in Langenthal – 2:3 in Minimalbesetzung
Mit gerade einmal 7 spielberechtigten und spielfähigen Personen reisten wir am Freitag zum Cup-Duell nach Langenthal – also exakt so viele, dass ein verstauchter Knöchel direkt das Spiel verunmöglicht hätte. Keine Ersatzspieler, keine Pausen, nur purer Überlebensmodus.
Der Gegner aus der 2. Liga spielt zwar eine Liga unter uns, nutzte sein Heimrecht jedoch eiskalt aus und überrollte uns im ersten Satz, noch bevor wir richtig warm waren. Doch wer uns kennt, weiss: Wir brauchen manchmal einen Weckruf bevor wir in Fahrt kommen. In Satz 2 und 3 drehten wir das Spielgeschehen , spielten fokussiert, mutig und mit erstaunlicher Effizienz... doch davon war in Satz 4 wieder nicht mehr all zu viel zu sehen. Im Tie-Break schwanden dann die Kräfte, und Langenthal entschied das Duell mit 3:2 für sich. Cup aus – aber erhobenen Hauptes.
Derby gegen den Mutterverein – 0:3 mit Experimentierfreude
Am Sonntag folgte das Derby gegen unseren Mutterverein VBC Uni Bern – diesmal mit elf Spielern, was sich im Vergleich zu Freitag wie ein Wellness-Wochenende anfühlte. Mit mehr Spieler kamen auch mehr Optionen, und das Spiel wurde zur Testküche für taktische Varianten, jedoch gezwungenermassen, da in den ersten beiden Sätzen kaum etwas gelang. Noch fehlt die Abstimmung in dieser frühen Saisonphase, und so machten wir es dem Mutterverein etwas zu leicht, die Kontrolle zu behalten.
Immerhin scheint im dritten Satz der Tritt endlich gefunden, so stemmten wir uns noch einmal gegen die drohende Nullnummer. Mit 24:26 schrammten wir knapp an einem Ehrensatz vorbei – immerhin ein Lebenszeichen mit Stil.
Fazit – Zwei Niederlagen, aber kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen
Zwischen Minimaltruppe und Rotationskarussell haben wir eines bewiesen: Wir spielen mit Herz, oder versuchen es zumindest – egal ob zu siebt oder zu elft. Der Cup ist vorbei, das Derby verloren, aber die Saison noch jung.
Also: Aufstehen, Krönchen richten und weitertrainieren. Beim nächsten Mal schreiben wir nicht nur Berichte – sondern Siege.