, Leder Damian

Herren 2: David gegen Goliath

Das Auswärtsspiel unseres Teams gegen das bisher ungeschlagene Nidau Volley versprach ein spannendes Duell zu werden – und genau das wurde es. Als aktueller Tabellenzehnter gingen wir als Underdog in die Partie, doch davon war im ersten Satz wenig zu sehen. Mit druckvollen Angriffen und soliden Verteidigungsaktionen legten wir los und führten zu Beginn mit zwei bis drei Punkten. Bis zum Satzende ließen sich die Nidauer jedoch nicht abschütteln und glichen zum 20:20 aus. Die „Moneytime“, bisher keine Stärke unseres Teams, stellte sich leider auch dieses Mal als Problem heraus, und wir verloren den ersten Satz nach einem umkämpften und emotionalen Verlauf mit 25:23.

Der knappe Start motivierte die Spieler von Volley Uni Bern jedoch eher, als sie zu entmutigen. Mit dem Wissen, dass sie mit einem solch starken Gegner mithalten können, starteten sie selbstbewusst in den zweiten Satz und gingen erneut mit einer kleinen Führung in die Partie. Auch dieser Satz war hart umkämpft, doch konnte der Vorsprung dieses Mal erhalten bleiben und sogar drei Satzbälle erspielt werden. Nidau gab sich jedoch nicht geschlagen und kämpfte sich auf 24:24 zurück. Im Gegensatz zum ersten Satz gelang es uns nun, die entscheidenden Punkte mit viel Mut im Angriff zu gewinnen und den Satz mit 26:24 für uns zu entscheiden.

Nach diesem Erfolg erkannten auch die Nidauer, dass dieses Team keinesfalls zu unterschätzen ist, und setzten nun vollständig auf ihr Stammkader. Leider schien der Gewinn des zweiten Satzes dem Berner Team etwas zu Kopf gestiegen zu sein. Bereits zu Beginn des dritten Satzes war ein klarer Mangel an Konzentration und Wille zu erkennen. Nidau legte einen 7:0-Start hin und demonstrierte eindrucksvoll ihr Potenzial. Trotz diverser Spielerwechsel und Timeouts gelang es nicht, den Fokus zurückzubringen. Der dritte Satz ging klar und verdient mit 25:11 an Nidau.

Nach dieser ernüchternden Resultat musste etwas geschehen. Mit einem Doppelwechsel versuchten wir, neue Energie ins Spiel zu bringen – und das gelang! Die Partie wurde wieder ausgeglichen, und beide Teams kämpften Punkt um Punkt um den Sieg. Der ständige Führungswechsel hielt die Spannung hoch, und auch im vierten Satz ging es bis in die letzten entscheidenden Punkte. Trotz großem Einsatz und beeindruckenden Abwehraktionen seitens der Berner konnte Nidau letztlich mit 25:21 den Satz für sich entscheiden und sich als Sieger krönen. 

Es war sehr schade für das Team von Volley Uni Bern, das trotz eines großen Kampfes und vieler guter individueller Aktionen ohne Punkte nach Hause musste.