Herren 2: Blockbuster am Samstagnachmittag
Am Samstag, den 11. November 2023 war es so weit: das erste Derby der Saison zwischen Volley Uni Bern (kurz «Volley-Team») und dem VBC Uni Bern (kurz «VBC») stand auf dem Programm. Die Ausgangslage vor dem Spiel hätte nicht anders sein können. Einerseits zeigte das Volley-Team in den vergangenen Meisterschaftsspielen immer wieder gute Momente und tolles Volleyball, die Punktausbeute hielt sich jedoch in Grenzen. Andererseits das junge und talentierte Team des VBC Uni Berns, welches bis Anfangs November über jeden Gegner hinweggefegt war und einen Makellosen Punktestand aufwies. Entsprechend hoch war die Spannung vor dem Spiel: würde es zu einem direkten KO in dem dritten Runde kommen oder würde die Geschichte von David gegen Goliath sich in der modernen Zeit wiederholen? Fernsehen an, Snacks parat machen, sich nach hinten lehnen und geniessen.
Akt 1: Auf die Plätze, fertig, los! In der schönen Brünnenhalle ging das Spiel los und schon konnte sich das Volley-Team drei/vier Punkte absetzen. Es kam zum ersten Spielunterbruch, in Form eines Time-Out seitens des VBCs. Was für ein gelungener Start für das Volley-Team! Nun ging die Partie aber erst richtig los, beide Teams kamen immer mehr ins Spiel und es wurde sich nichts geschenkt. So ging es munter weiter, bis es schliesslich in die «heisse Phase» des Satzes kam. Dem Volley-Team gelang in den Schlüsselmomenten fast jeder Ball, so konnte es den ersten Satz 25-21 für sich entscheiden. Zeit für die erste Werbepause.
Akt 2: Alles andere als begeistert, ändere das Team des VBCs daraufhin ihre Aufstellung und brauchte ihren Spielercoach Mirco Gerson ins Feld. Ein klares Signal an das Volley-Team: die Leistung aus dem ersten Satz hatte Wirkung hinterlassen. Im zweiten Satz kam das Teams des VBCs immer besser ins Spiel und konnte sich, unter anderem durch sehr guten Serviceserien verschiedener Spieler, im zweiten Satz 25-17 durchsetzen. Das heisst, es geht wieder von Null los!
Akt 3: Nach einer kurzen Popcorn-Pause ging es in den dritten Satz. Immer wieder kam es zu spektakulären Spielzügen in Form von intensiven Ballwechseln, big saves in der Verteidigung oder Monsterserves auf beiden Seiten. Die maximale Energie wurde von beiden Mannschaften aufs Spielfeld gebracht. Auch den dritten Durchgang konnte das Team des VBCs für sich entscheiden, dies mit einem Spielstand von 25-19. Zeit für eine kleine Klo-Pause.
Akt 4: Der Abend war noch jung, das Volley-Team hatte noch nicht genug! Es führte einen strategischen Wechsel auf den Pass- und Dia-Positionen durch, um etwas frischen Wind in die Partie zu bringen und um den Gegner möglichst neue Herausforderungen zu bieten. Der Wechsel erzielte Schritt für Schritt seine Wirkung. Festzuhalten ist, dass jeder Spieler des Volley-Teams einen Gang zulegen konnte. Davide war bei der Annahme immer zur Stelle und platzierte die Bälle so für den Zuspieler, wie es kein zweiter kann. Fabio brachte mit seinen Jumpserves die Annahme des VBCs immer mehr zum Beben. Über die Mitte-Position gelang es Pascal und Dani immer mehr durchzudringen und Punkte nach Hause zu bringen. Das Zusammenspiel zwischen Thom und Sämi funktionierte ebenfalls wunderbar. Last but not least: Pügi spielte sich im Angriff in einen richtigen Rausch, jeder seiner Bälle verwandelte sich in Gold. So kam es, wie es kommen musste: das Volley-Team gewann den Satz 25-20. Zeit für eine erneute Werbepause.
Letzter Akt: Der letzte Tanz des Abends brach an und beide Teams waren gewillt, die letzten Kräfte zu mobilisieren, um das Spiel für sich zu entscheiden. Wie schon über das ganze Spiel hinweg, kippte das Resultat im Minutentack immer wieder von der einen Mannschaft zur anderen. Einen Wimpernschlag später lag es 14:14, und es lief der längste und spektakulärste Ballwechsel der ganzen Partie. Der VBC rettete den Punkt sogar zwei Mal in aller letzter Not und konnte schliesslich mit einem Monsterblock in Führung gehen. Das Spiel ging noch etwas weiter, endete dann bitter mit einem Ass für den VBC, Schlussresultat 19-17. War für ein Film… äääh Spiel!
Schlusswort: Beide Mannschaften haben Charakter und einen grossen Kampfgeist bewiesen. Das Publikum kam auf seine Kosten und wie immer kann es nur ein Gewinner geben. Aber ist «Verlierer» aus Sicht des Volley-Teams wirklich das richtige Wort? Schliesslich hat der VBC gegen dem Volley-Team den ersten Punkt der Saison liegen lassen und um ein Haar wäre es zur Sensation gekommen. Das macht Lust auf mehr… see you soon!