, Ammann Thomas

Herren 2: Als Aufsteiger für Furore sorgen

Nach Aufstieg und Cupsieg ist vor der Bewährungsprobe in der Nationalliga. Mit zwei Rückkehrern, vier Neuzuzügen und neun Bisherigen startet Volley Uni Bern am Samstag in Oberdiessbach in die neue Saison. Das oberste Ziel in der 1. Liga Gruppe B wird der Ligaerhalt sein. Und das Ärgern des einen oder anderen Top-Teams.

Viel Zeit ist vergangen seit dem letzten Ernstkampf – dem souverän gewonnenen Kantonalcupfinal gegen das Schwesterteam des VBC Uni Bern. 196 Tage später greift Volley Uni Bern wieder ins volleyballerische Geschehen ein, nun eine Liga höher. In der 1. Liga Gruppe B bekommen sie es unter anderem wieder mit dem Partnerclub zu tun, aber auch mit neuen Teams aus der Westschweiz und alt-bekannten Rivalen aus dem Berner Umland. Für diese Herausforderungen hat sich das Team prominent verstärkt. Mit Stefan Imhof (VBC Münchenbuchsee 1. Liga) und Dennis Lerch (Pause) kehren zwei Spieler mit NLA-Erfahrung nach einer Saison Unterbruch ins Team zurück. Auch Neuzugang Samuel Ehrat, ehemaliger Captain des Schweizer Nationalteams, bringt eine grosse Portion NLA-Experience mit. Fabio Leuenberger blickt ebenfalls auf einige Jahre in den Nationalligen zurück. Durch Lenny Schmid (VBC Uni Bern U18) und Damian Leder (VBC Münchenbuchsee 2. Liga) erhält zudem die Gruppe der jungen Wilden Zuwachs. 15 Spieler umfasst das Kader nun. Gespickt ist es mit erfahrenen Haudegen, langjährigen Nationalliga-Spielern, Quereinsteigern, Deutschen, Junioren und (weiterhin, aber immerhin etwas weniger) Langhaar-Trägern. 

Was wird die Saison für Volley Uni Bern bereithalten? Wir wissen es (noch) nicht. Die Vorbereitung war ein Auf und Ab, geprägt vom einen oder anderen team-bildenden Moment mit Hopfen-Kaltschale. Dabu Bucher würde vielleicht das etwas zugespitzte Fazit ziehen: "Nebetem Feld gahts aber ufem Feld nöd." Das Trainingsweekend Anfang September war ein Erfolg, das 2:2 im abschliessenden Testspiel gegen die Meisterschaftsfavoriten des VBC Uni Bern ein kleines Ausrufezeichen. Das Vorbereitungsturnier in Davos war geprägt von Schwankungen, das Resultat – ein 3. Platz (von 15 Teams) und die beste Klassierung ever – trotzdem beachtlich. Ein gewonnener Ballwechsel mehr am zweiten Spieltag und es wäre gar Rang zwei gewesen. Auch in den anschliessenden Testspielen gegen die Gruppengegner Thun (2:2) und Muri (1:3) wechselten sich Licht und Schatten munter ab.

Das Team einmal komplett? Mit nichten. Aber wenigsten in einem Test mal jede Position besetzt? Denkste. Daher lieferte die Vorbereitung insgesamt vor allem eine Erkenntnis: Volley Uni Bern wird eine Wundertüte sein. Deshalb entpuppt sich auch das Setzen von konkreten Zielen mehr als Glaskugellesen. Mit dem Abstieg will das Team auf jeden Fall nichts zu tun haben. Darüber hinaus soll das "Wundertüten"-Ensemble für die eine oder andere Überraschung sorgen. "Die Grossen ärgern" sozusagen. Im Schweizer Cup winkt ein Duell mit einem NLB-Team, sollte man die Ligakonkurrenten Thun und Nidau aus dem Weg räumen. Es ist also vieles möglich. Es kann aber auch vieles scheitern. Dies wird auch die neue starke Frau an der Seitenlinie, Regi Bieri, schon festgestellt haben. Ihr wird die herausfordernde Aufgabe zuteil, dem Team beim Umkurven der vielen Löcher zu helfen, die sich der Mannschaft (selbstverschuldet) in den Weg stellen werden.

Das Gute aus Zuschauersicht: Bei diesem Team ist alles möglich :-) Vom hochspektakulären Auftritt über den erknorzten Kampfsieg bis zur an Selbstscham grenzenden Selbstzerstörung. Wenn das nicht Motivation genug ist, uns mal in der Halle zu besuchen ;-) Und für die richtig Wagemutigen gibt es auch ein Tippspiel, an dem man für 10 Franken teilnehmen kann. Spannung über die ganze Saison ist garantiert. Und es gibt viele tolle Preise zu gewinnen. Macht mit und unterstützt das Team von Volley Uni Bern.

Na dann, "Aufgesessen! Lang die Zügel, sattelfest den Fuss im Bügel..."

Erstes Spiel: 7. Oktober 2023, 15 Uhr auswärts vs. Volley Oberdiessbach.

Erstes Heimspiel: 15. Oktober 2023, 16 Uhr, Schweizer Cup 2. Runde vs VBC Thun