Herren 2: Duell auf Augenhöhe
Am Dienstagabend macht sich das Team des Volley Uni Bern geschlossen auf nach Langenthal - zum letzten Ligaspiel der Saison. Die Stimmung ist gelassen, die Vorfreude spürbar. Trotzdem sind die Jungs konzentriert, immerhin sehen sie sich mit Langenthal einem erfahren Team gegenüber – nicht umsonst stehen die nur drei Punkte hinter uns auf dem dritten Platz der Tabelle. Folgend ist das Einspielen schon geprägt von einigen taktischen Inputs unseres Trainer-Trios.
Zu Beginn scheint das Team von Uni das Besprochene gut umzusetzen. Nach einem verhaltenen Start und ein wenig mehr Druck beim Aufschlag durch Elias diekleinstemittedesjahrhunderts führen wir mit einem soliden Vorsprung von 5:2. Weils sich so gut spielen lässt, bauen wir den Vorsprung weiter aus und spielen uns souverän durch die erste Hälfte des Satzes, Stand 15:9 für Uni. Jetzt wacht auch Langenthal schön langsam auf. Die Ballwechsel werden länger, das schnelle Sideout suchen wir vergeblich. Noch ist das kein Problem, Vorsprung ist ja genug da. Was zwischen dem 20:16 und 21:21 passiert, weiß nachher keiner mehr so genau. Jetzt brennts. Nach ein paar Annahmepatzern versucht Trainer Tom noch einen Wechsel, mittlerweile Uni zwei Punkte im Rückstand, 21:23. Doch zu spät, Langenthal gibt den Vorsprung nicht mehr her, somit geht der erste Satz an die Gastgeber.
Das sitzt. Ärgerlich, vor allem weil der Dämpfer Wirkung zeigt. Langenthal erkämpft sich auch im zweiten Satz bald drei Punkte Vorsprung und hält den Abstand das komplette erste Drittel. Dann Aufschlagserie von Uni. Es folgt ein offener Schlagabtausch, beide Teams auf Augenhöhe. Dann kommt Uni in Fahrt, der Vorsprung wächst, ebenso die Stimmung. Abgeklärt holen wir so den zweiten Satz, Endergebnis 25:17.
Der Spirit des Spiels zieht sich durch die Sätze, dritter Satz Niederlage mit 12:25, dafür geht der Vierte wieder mit 25:17 an uns. Jetzt wird’s nochmal spannend. Aber die Jungs sind heiß, es geht um den zweiten Tabellenplatz. Jetzt werden alle Register gezogen. Mittelblocker und Balletttalent Timon macht eine solide Defence nach der anderen, Diagonalangreifer Davide sorgt als Libero für einen ordentlichen Aufbau und Zuspieler Tom antizipiert die Gegner mit an Vorausahnung grenzender Präzision. Das alles bleibt nicht unbelohnt, wir holen den letzten Satz mit acht Punkten Vorsprung.
Rückblickend ein guter Spieltag: lange Rallys, gute Stimmung, ein Gegner auf Augenhöhe und zwei Punkte am Ende – was will man mehr!