Herren 2: Geglückte Revanche gegen Aarberg
Die Motivation vor diesem Spiel musste nach dem knappen Derbysieg und der noch zu begleichenden Rechnung mit Aarberg nicht lange gesucht werden, wohl aber zuerst aufgeweckt. Mit einer umkämpften 2:3 Niederlage ging das Hinspiel zuhause verloren, die Leistung damals, naja, lassen wir uns dieses Kapitel nicht nochmals aufschlagen. Die Anspielzeit mit 11 Uhr am Vormittag kam uns auch nicht gerade entgegen, war es doch noch gefühlt dunkel, als wir uns auf den Weg machen mussten. So musste nicht nur die Motivation aufgeweckt werden, sondern auch der Reihe nach jeder Spieler.
Ein ausgeglichener Start mit Punkten und Fehlern auf beiden Seiten gestaltete die Startphase des Spiels. Gerade von einem wachen Start unserer Berner Truppe kann jedoch keine Rede sein. Ein solides Spiel ohne grosse Highlights und mit viel Kampf dümpelte vor sich hin und wir konnten uns einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Lange hielt der Vorsprung aber nicht an, passend zum Ende des Satzes konnte Aarberg aufschliessen und hatte die Nerven besser im Griff als wir. 27:29 lautete das bittere Ergebnis im ersten Durchgang.
Mit der gleichen inkonsequenten Leistung, welche sich bei uns gegen Ende des ersten Satzes eingeschlichen hatte, ging das Spiel im Satz zwei weiter. Instabile Annahme, fehleranfällige Angriffe und wenig Druck hinter dem Ball, ganz wach schien das Fanionteam des Volley Uni Bern noch nicht zu sein. 8:14 lautete es schneller als den anwesenden Berner lieb war und manch einer sah bereits wieder ein Punkt mit einer schwerfälligen Leistung abgegeben. Ob es der steigende Hunger mit der langsam heranschleichenden Mittagszeit war oder einfach das allmähliche Erwachen sämtlicher kognitiver und koordinativer Fähigkeiten der Spieler kann bis heute nicht abschliessend geklärt werden. Auf alle Fälle fanden die Berner Bären langsam in ihr gewohntes Spiel zurück und konnten gerade noch rechtzeitig das Spieldiktat übernehmen. So resultierte nach einem 19:22 Rückstand noch der 25:23 Befreiungsschlag zum Satzausgleich.
Die nun gewonnene Sicherheit und das Vertrauen in das altbekannte Spiel, das eigentlich alle Spieler besser beherrschen würden als in den ersten beiden Umschwüngen gezeigt, brachte die Erlösung. Die nächsten beiden Sätze sind schnell erzählt, gutes und druckvolles Spiel, abwechslungsreiche Angriffe und endlich auch eine stabile Annahme brachten das kumulierte Ergebnis von 50:28 in den Sätzen drei und vier.
Kurz zusammengefasst, im letzten Moment die Kurve gekriegt und eine sehr bescheidene Leistung mit zwei guten Sätzen etwas beschönigen können. Weiter geht es am Samstag, 11. Februar um 18:00 Uhr in Schwarzenburg.
Volero Aarberg vs. Volley Uni Bern 1:3 (29:27, 23:25, 12:25, 16:25)
MVP: d’Langduscher wo ufs warme Duschwasser gwartet hend