, Vogel Fritjof

Herren 2: Gewollte Machtübernahme in Liga 2!

Tatort: Sekundarschule 2 in Münchenbuchsee.

Tatzeit: Samstag 26.11.22, 19.00 Mitteleuropäischer Zeit.

Tatverdacht: Volley Uni Bern hat die Tabellenführung übernommen.

Verdächtige: Daniel aka «Long misery», Thomas «The Wall», Davide «The Jumper», Elias «The little one», Mathias «The Pole», Timon «The Hammer», Joel «The Eagle», Simon «The German», Fritjof «The Graveyard», Tiziano «The Junior», Elia «The second Junior».

Zeugen: Spieler des VBC Münchenbuchsee, einige treue Fans von Volley Uni Bern, hier besonders hervorgehoben Patosch The Rock, Fans der Blauen und Schiedsrichter Nikolaus aka «Justitia».

Recherche: Nach einem ersten Aufeinandertreffen der zwei kontrahierenden Teams beim Uni Turnier während der Saisonvorbereitung und dem entsprechenden Sieg für Uni. Waren zwei Dinge im Vorhinein klar: 1) Volley Uni Bern ist Favorit. 2) Münchenbuchsee drängt auf Revanche.

Eindrücke bei der Tatortbegehung: Nach einem freundlichen Grüezi und Sali, beginnen die Teams mit dem rituellen «Einschlagen». Hierbei wird versucht den Ball mit so viel Wucht auf den Boden zu schlagen, dass die Herren mit den rot-schwarzen Libli aufputschende Bestätigung kundtuen, während die in Herren mit den dunkel blauen Libli anerkennend Nicken oder beschämt fortschauen.

Nachdem der Schiedsrichter eine Münze in die Luft warf, tauschten die Teams die Seiten. Eine völlig sinnlose Tat, dazu kommt, dass jeder seinen eigenen Rucksack mittragen musste. Die Herren in Blau erschienen irritiert oder teilweise sogar genervt davon. Der Schiedsrichter stellt sich auf einen erhöhten Bock, was ihn wohl im Laufe des Tathergangs vor den aufgebrachten Teammitgliedern der Rot-Schwarzen Mannschaft beschützen sollte.Der erste Satz verlief durchaus ausgeglichen bis The Hammer den Aufschlag bei 17:17 übernahm und bis zum Satzgewinn bei 25:17 nicht mehr abgab. So beendete der Schiedsrichter nach 20 Minuten das hart erarbeitete hin und her. Die Herren in Rot-Schwarz schienen darüber erfreut – die Herren in dunkel Blau suchten nach einer Antwort, welche sie Oberwasser bekommen liesse.

Anfang des zweiten Satzes war diese vermeintlich gefunden und sie wechselten beim Spielstand von 9:7 die Nummer 11 ein. So konnte zwar der anfängliche zwei Punkte Rückstand beibehalten werden, aber eben auch nicht verkleinert werden. Nach einem phänomenalen Zuspiel von The Wall war The Graveyard Ende des zweiten Satzes auf einmal so frei am Netz, dass die Halle nur so erbebte. Dies schien nochmal ein Motivationsschub in die gesamte Mannschaft zu bringen und so wurde gelassener und konzentrierter, gutes Volleyball gespielt. Die Herren kämpften füreinander, konnten mit einem soliden Block und einer guten Verteilung der Bälle den Ball häufiger auf dem Boden der Gegner bringen als umgekehrt. Auch sprangen sie höher, hier sei speziell noch The Eagle erwähnt, der nach seinem einmönatigen kriegerischen Ausflug ins Bergland seine Höhenflüge ab Mitte des zweiten Satzes wieder in den rot-schwarzen Libli durchführt.

Der dritte Satz ging dann ebenfalls an die immer souveräner und gelasseneren Herren in rot-schwarz. Die Herren in Blau wechselten zwar fünfmal, verwendeten zwei Timeouts, doch das wirkte alles eher wie Wasser auf die Mühlen der Herren in Rot-Schwarz. Besonders erschienen mir doch noch die Kommentare und Revier markierenden Gesten, welche im Feld, aber auch durch das Netz ausgetauscht wurden. Beim Spielstand von 19:24 verschlug The Hammer den Aufschlag. Wohlgemerkt nachdem er im ersten den Satz mit einer achtpünktigen Aufschlagserie den Satz entschieden hat. The Junior kommt für ihn aufs Feld und neckt ihn seinerseits liebevoll als «Hure Junior». Der dritte Satz endete dann dennoch schnell mit 25:20.

Im Anschluss an das Spiel wurde sich dann sehr formell und zivilisiert auf der jeweiligen Grundlinie aufgereiht und gegenseitig applaudiert – bevor die jeweiligen Teams in ihre Kabinen verschwanden. Hier wurde dann eine ganz andere Form der Zivilisiertheit ausgedrückt, wenn man dabei überhaupt noch von Zivilisiertheit sprechen kann. Mithilfe eines oder sogar mehrerer Kaltgetränke, entfesselte sich ein geradezu animalisches Verhalten. Es wurde gejohlt, gegrölt, sich auf eine überaus merkwürdige Art und Weise bei lautem Gebrüll rythmisch und arrythmisch bewegt. Die Spieler konnten sich gegenseitig kaum noch verstehen, was aber in diesem Alpenland eher der Normal- als der Ausnahmezustand zu sein scheint. Die Kabine wieder verlassend kehrte nachdem alle lautstark dem Graveyard nochmals den Spielstand bestätigten, wieder eine eher Zivilisierte Kultur ein und die Herren begaben sich ins Bären Buchsi. Bei feinem Speiss und Trunk konnte nicht nur the Pole alsbald seine Stange wieder geniessen und die Stimmung kehrte sich bald wieder ins Barbarische.

So bleibt abschliessend festzustellen, dass diese Herren des Tatbestands der Führungsübernahme schuldig sind. Ob diese Straftat jedoch mit diesem unziviliserten Verhalten auch in nächster Zeit andauert, dafür benötigt es weitere Ermittlungen.

MVP: The Wall hat hierbei den The Graveyard ins Gespräch gebracht, doch das bleiben an dieser Stelle nur unbestätigte Gerüchte.

Nächste Tatortbegehung: Samstag 3.12.22. um 13.30 im Zentrum für Sport und Sportwissenschaften ein Heimspiel des Volley Uni Bern gegen Volleyball Papiermühle.