, Ammann Thomas

Herren 2: Jaja... Letzter sein fägt definitiv nicht

In der vierten Saison nach der Gründung des Teams und in der dritten Saison nach dem Aufstieg in die 1. Liga steckt das Team von Volley Uni Bern tief in der Scheisse. Im achten Saisonspiel kassierte es die ebensovielte Niederlage – zum siebten Mal zu Null. Doch Kopf in den Sand stecken ist nicht.

Es ist eine Situation, in der keine Sportlerin, kein Sportler je stecken möchte. Und doch passiert es immer wieder. Man kämpft und kämpft, versucht und probiert, verändert und sucht neue Lösungen. Aber es hilft alles nichts. So geht es derzeit dem 1. Liga Team von Volley Uni Bern. Die Vorbereitung war ermutigend, trotz einmal mehr vielen Wechseln und viel Routine-Verlust durfte man optimistisch auf die Saison blicken. Seit dem ersten Spiel passt aber nur noch wenig zusammen. Die Gründe sind mannigfaltig und könnten hier breitgetreten werden. Lohnt sich aber nicht.

Immerhin: In den letzten Partien zeigte sich ein kleiner Aufwärtstrend. So auch im Spiel gegen die Routiniers von Volley Muri Bern. Auch wenn die Sätze allesamt deutlich verloren gingen – 18:25, 20:25, 18:25 – konnte das Team phasenweise gutes Volleyball zeigen. Es generierte Druck im Service und im Angriff, punktete regelmässig über alle Positionen, hatte eine äusserst stabile Annahme. Nur: Gegen ein Team wie jenes von Muri reicht das nicht.

Da kann man sich Aussetzer wie Gratisbälle oder Pässe an die Decke, vier Servicefehler am Stück oder wiederholt drei Versuche bis zum erfolgreichen Sideout zwischendurch nicht leisten. In diesen Phasen ist sie mit Händen greifbar: die tief sitzende Verunsicherung. Und da hilft es natürlich auch nicht, dass das Team aufgrund von Verletzungen und Abwesenheiten einmal mehr nur zu siebt, sprich ohne Wechseloption anreisen musste. Schwächephasen können so nicht ausgeglichen, Impulse von aussen nur sehr begrenzt gesetzt werden.

Aber es gilt, das Positive mitzunehmen. Mit dieser Leistung wäre das Team in anderen Partien vielleicht nicht punktelos und sicherlich nicht satzlos aus der Halle gelaufen. In jenen Belangen, die im Training spezifischer angeschaut wurden, stellen sich Verbesserungen ein. Und am kommenden Samstag bietet sich im Direktduell mit Porrentruy die Gelegenheit, die rote Laterne an den Gegner abzugeben. Die Formkurve zeigt aufwärts, gerade rechtzeitig im Hinblick auf das Kellerduell. Und bereits mit dem zweitletzten Platz würde man sich Ende Saison in die Barrage retten.

Es ist also noch nicht aller Tage Abend. Wir geben uns auf alle Fälle nicht kampflos geschlagen!