, Lerch Dennis

Herren 1: Der grosse Kampf um das Abspecken und die ersten Punkte im 2022

Januar 2022, die Spieler des H1 kehren so langsam aus dem Winterschlaf zurück in die Halle. Draussen ist es kalt, Viren so weit das Auge reicht. In der Halle die bekannten Gesichter, zumindest den Teil, der nicht von einer Maske bedeckt ist. Die Stimmung ist hoch, die Leistung soll folgen. Am Wochenende steigt der erste grosse Showdown im neuen Jahr, der Gegner heisst VBC Malters. Das Hinspiel in Malters im letzten Herbst war von verschiedenen Höhen und Tiefen geprägt, und wurde schlussendlich 3-2 zu unseren Gunsten entschieden. Die Mission für den kommenden Match: mit einem konstanteren Spiel besser abzuschneiden.

Neufeld, es ist der 8.01.2022, die Uhr schlägt 14 Uhr. Vor dem Anpfiff wurden alle Spieler von den Unparteiischen sensibilisiert, dass ein nicht regelkonformes Tragen des Mund- und Nasenschutzes aka Maske streng geahndet wird. „Wieso die Maske unter die Nase ziehen“ dachten wird uns. Schliesslich ist es unter der Maske doch relativ cozy und warm.

Der erste Satz, was ein Satz mit X. Zwar konnten wir mit einer guten Annahme ein gutes und abwechslungsreiches Spiel aufbauen, vorallding im Angriff konnten wir aber nicht die gewünschten Akzente setzen und den Gegner unter Druck setzen. Ebenfalls kommt dazu, dass Malters im ersten Satz in der Verteidigung viele Bälle wieder gut machen konnte. „Was nun?“ dachte sich der Coach Lars. Sein Blick schleifte zum Ende des Feldes wo die Ersatzspieler ihre Alibi-Übungen durchführten, um zumindest den Anschein zu erwecken, warm zu bleiben. Ein leichtes Schmunzeln machte sich im Gesicht des Trainers breit: die Ersatzbank war heute erstaunlich schlecht besetzt, „wie es wohl den in die Isolation und Quarantäne verbannten Mitspielern geht?“ fragte er sich. Der Satz ging schliesslich 19-25 zu Ende.

Für den zweiten Satz konnte der Coach doch noch ein paar Wechsel der Spieler vornehmen, in der Hoffnung, der Mannschaft so einen Impuls zu setzen. Dies zeigte seine Wirkung: immer mehr konnten wir unser Spiel aufziehen und den Gegner unter Druck setzen. Die zwei Time-Outs von Malters konnten nicht verhindern, dass der zweite Durchgang mit 25-23 das Satzverhältnis ausglich. Im dritten Satz waren lange Zeit beide Teams auf Augenhöhe. Ein paar suboptimale Bälle unsererseites führten gegen Satzende dazu, dass der Satz mit 19-25 verloren ging.

Beim Start des vierten Satzes wussten wir: es geht (wieder) nur über die Distanz. Mit den Schultern an der Wand lautete unsere Strategie: ab durch die Mitte. Wortwörtlich konnten wir mit einer herausragenden Annahme eine ideale Abstimmung zwischen dem Zuspieler und den Mitten erzielen, gegen dem die Mannschaft aus Malters nicht viel unternehmen konnte. Die Motivation, und vielleicht auch etwas die Energie, nam bei den Gästen rasant ab. Dies führte dazu, dass wir mit dem Service viel Druck aufbauen konnten und zahlreiche Spieler eine längere Serie feiern konnten. Der Satz ging schliesslich 25-14 zu Ende. Im fünften Satz lautete die Devise: dort weitermachen, wo wir im vierten Satz aufgehört haben.  Viele der entscheidenden Bälle konnten wir für uns gewinnen. So viel der Satz 15-12 für uns aus.

Gegen Malters also doch wieder ein 3-2. Zwar mussten wir ein Punkt abgeben, dafür konnten wir maximal an Kalorien verbrennen: geht doch! Ein besonderes Dankeschön geht an die Beteiligten beim (kommentierten) Live-Stream, welcher auf Instagram wegen der hohen Anzahl Zuschauer (fast) für einen Abbruch der App sorgte.

VBC UNI Bern – VBC Malters 3-2 (19:25, 25:23, 19:25, 25:14, 15:12)

MVP: Livestream